Septembertheater: Das Ende vom Anfang
Anselm Lipgens & Franz Schiefer in einer Komödie von Sean O’Casey, übersetzt von Johanna & Martin Walser.
Wie schwer kann Hausarbeit schon sein? Ein bisschen Kochen, Putzen und Ordnung halten – das erledigt sich doch beinahe von selbst. Davon ist Darry felsenfest überzeugt. Als seine Frau seine großspurigen Ansichten nicht länger unkommentiert stehen lässt, kommt es zu einer folgenreichen Wette: Für einen Tag werden die Rollen getauscht. Sie zieht hinaus auf die Wiese zum Mähen, während Darry zu Hause das Regiment in der Küche übernimmt.
Was zunächst nach einer einfachen Aufgabe klingt, entwickelt sich rasch zu einer Bewährungsprobe für Nerven, Geschirr und Haushaltsgeräte. Denn Theorie und Praxis liegen weit auseinander – besonders dann, wenn auch noch der gutmeinende, aber tollpatschige Nachbar Barry auftaucht und beschließt, seinem Freund Darry zur Seite zu stehen. Mit Barrys Hilfe werden aus kleinen Pannen große Katastrophen – und Darrys gemütliches Heim versinkt Schritt für Schritt im absoluten Chaos…
„Das Ende vom Anfang“ von Sean O’Casey ist eine temporeiche Komödie über Selbstüberschätzung, Rollenbilder und die Tücken des Alltags. Mit pointiertem Wortwitz, körperbetontem Spiel und jeder Menge Slapstick zeigt das Stück, wie schnell aus einer harmlosen Wette ein turbulenter Ausnahmezustand werden kann.
Ein Theaterabend voller Pleiten, Pech und herrlicher Pannen – charmant, rasant und garantiert mit Lachmuskeltraining. Ob Darry und Barry das Schlimmste noch verhindern können? Finden Sie es heraus!
Es spielen:
Anselm Lipgens & Franz Schiefer
Inszenierung: Nicole Gerfertz-Schiefer
Aufführungsrechte: Suhrkamp Theater Verlag
Warum dieses Stück als Septembertheater im 30jährigen Jubiläumsjahr?
Vielleicht kommt Ihnen dieses Stück bekannt vor: „Das Ende vom Anfang“ stand bereits 2005 auf unserem Spielplan – damals noch im Markowetztrakt, bevor 2006 mit „Faust“ die Kulturwerkstatt eröffnet wurde und das Septembertheater in den großen Theatersaal übersiedelte.
Dass wir im Jubiläumsjahr 2027 nun wieder zu diesem Stück und in den kleineren Markowetztrakt zurückkehren, ist eine bewusste Entscheidung – und sie hat mit der derzeitigen Lage der Kulturszene Kottingbrunn zu tun. Unsere finanzielle Situation ist äußerst angespannt: Vor allem die stark gestiegenen Betriebskosten zwingen uns, sehr genau auf unsere Mittel zu achten, kostengünstig zu planen und Einsparungspotenziale konsequent zu nutzen. Gleichzeitig darf gerade im Jubiläumsjahr eines nicht passieren: Die Qualität des Septembertheaters darf nicht sinken, sondern soll spürbar bleiben!
Darum denken wir das Septembertheater 2027 neu: kleiner im Rahmen, aber nicht kleiner im Anspruch. Wir machen aus der Not eine Haltung – und aus der Rückkehr in den Markowetztrakt ein bewusstes Zeichen des Mutes, der Erinnerung und des Neubeginns. Wir wären mit der Kulturszene Kottingbrunn nicht so weit gekommen, wenn wir Herausforderungen nicht mit Mut begegnen würden! Wir träumen immer noch den unmöglichen Traum – und haben ihn bisher noch immer möglich gemacht. Das wird uns auch in der derzeitigen angespannten Situation gelingen!
Mit „Das Ende vom Anfang“ feiern wir 2027 daher nicht nur 30 Jahre Kulturszene Kottingbrunn, sondern auch die Kraft, unter schwierigen Bedingungen Neues entstehen zu lassen.
Der Markowetztrakt ist dabei kein Rückschritt, sondern ein Ort der Anfänge. Hier zeigen wir, dass auch unter einem kleineren Dach Großes entstehen kann.
Außerdem stehen mit Franz Schiefer, Regisseur von AmaKult seit der Gründung der Theatergruppe, und Anselm Lipgens, Regisseur des Septembertheaters seit 2007, zwei Menschen auf der Bühne, die die Kulturszene wesentlich geprägt haben.
Das Stück selbst passt genau in diese Zeit: Alles gerät ins Chaos und fügt sich am Ende neu zusammen. Genau das wollen auch wir zeigen: Die Kulturszene Kottingbrunn ist gefordert, aber nicht müde. Wir werden uns an manchen Stellen verändern müssen, bleiben im Kern aber dieselben – und weiterhin Ihr kultureller Nahversorger mit drei Eigenproduktionen im Jahr.
Sie können uns dabei unterstützen: Besuchen Sie unsere Aufführungen, empfehlen Sie uns weiter, kommen Sie gemeinsam mit anderen, spenden Sie oder werden Sie Mitglied im Verein Kulturszene Kottingbrunn.
Wenn Sie mehr wissen möchten, sprechen Sie uns gerne an.
Grafik © Clemens Künzel (Grafik), Elisabeth Patocka (Zeichnung)
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26. September 2027 - 18:00 Uhr
30. September 2027 - 19:30 Uhr
1. Oktober 2027 - 19:30 Uhr
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- Kulturszene-Mitglieder
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Kulturszene Kottingbrunn
